Inside Passage

 

Der Name kommt recht harmlos daher. Inside Passage. Der Weg innen durch, hinter den vorgelagerten Inseln, geschützt vor den Launen des Pazifiks. Was sich dahinter verbirgt ist aber gewaltig. Wunderbare, einsame Natur, Gletscher, Regenwald in der gemässigten Zone, Bären, Adler, Wale, Delfine, und 1000km stilles Wasser.

Wir haben die Inside Passage gewählt, um uns eine Pause vom Fahren zu gönnen. Nach etwa 2000km Weg und über 3000 effektiv gefahrenen Kilometern war die Abwechslung dann auch sehr willkommen. Ebenso die kleine Kabine mit eigenem Bad, die wir auf dem zweiten Abschnitt gebucht haben. Früh morgens ging es los, 6.45h Abfahrt, das hiess 4.45h einchecken und in die richtige Warteschlange stehen. Zwei Stunden später an Bord gab es leider noch kein Frühstück, die Cafeteria macht um 7.30 auf. Fahrplan hin oder her.

Die Fahrt war trotzdem sehr angenehm. Verpflegt mit einem kleinen Snack bei der Kasse (die ist offenbar immer bedient..) und einem Kaffee aus dem Automaten setzten wir uns in den Bug, wo das Panoramafenster eine komplette Übersicht bietet. Und tatsächlich, wir sahen Delfine, einen Seelöwen, und zuletzt eine ganze Gruppe von Walen, die sich vor dem Schiff mit der Schwanzflosse in tiefere Wasser verabschiedeten. Auf der Weiterfahrt in Richtung Prince Rupert sah Simone dann sogar einen Wal dreimal hochspringen. Leider habe ich das Spektakel verpasst.

Aber auch Juneau ist ein Bijou, das es zu entdecken gilt. Die Hauptstadt Alaskas (ja, wirklich) hat einen Gletscher, der bis mitten ins Stadtgebiet hinunter reicht. Okay, bis an den Rand des Stadtgebietes. Jedenfalls kann man mit dem Auto bequem zum Aussichtspunkt fahren und über den kleinen See zum Eis schauen. Juneau hat eine Gondelbahn. Juneau hat eine Flaniermeile (oder halbe Meile, und Autos hat’s trotzdem). Juneau hat Restaurants mit Sonnenterrassen, an der Strandpromenade sogar eines mit Aussicht über den Kanal.

Und Juneau hat grandiose Ausflüge in die Natur. Wir buchten den Ausflug zum Tracy Arm. einem Fjord mit zwei Gletschern am Ende. Auf einer siebenstündigen Fahrt durch die stillen Wasser des Alexander Archipelagos gibt es viel zu sehen: Wale, Bären, Eisberge, kalbernde Gletscher. Ein Querschnitt durch die ganze Welt der Inside Passage.